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Gefälschte Vignetten-Websites: So erkennen und vermeiden Sie Betrug

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Betrüger fälschen seit Jahren offizielle Maut-Websites in ganz Europa, und das Problem verschärft sich. Sie schalten Google-Anzeigen über den offiziellen Regierungsportalen, verlangen überhöhte Preise und liefern mitunter gar keine gültige Mautgebühr. Hier erfahren Sie, wie Sie die Fälschungen erkennen und sich schützen können.

So funktioniert der Betrug

Betrüger erstellen Webseiten, die den offiziellen Seiten der Mautbetreiber täuschend ähnlich sehen – gleiche Farben, Logos und Layout. Sie bieten auf Suchbegriffe wie „Österreich Vignette kaufen“ oder „Ungarn E-Vignette“ und platzieren ihre Anzeige über dem offiziellen Suchergebnis. Der ahnungslose Fahrer klickt darauf, gibt sein Kennzeichen und seine Zahlungsdaten ein und erhält entweder eine gefälschte Bestätigung, eine ungültige Vignette oder gar nichts. Bis die Strafe per Post eintrifft, ist die Betrugsseite längst verschwunden.

Warnsignale, auf die man achten sollte

  • Der Preis ist zu hoch: Betrügerische Webseiten verlangen oft 15–40 € mehr als den offiziellen Preis. Wenn eine 10-tägige österreichische Vignette (12,40 € bei ASFINAG) für 29,90 € angeboten wird, sollten Sie vorsichtig sein.
  • Keine „gov“- oder offizielle Domain: Seriöse Websites enden auf .at (Österreich), .hu (Ungarn), .cz (Tschechien), .sk (Slowakei), .si (Slowenien) oder .ch (Schweiz). Betrügerische Websites verwenden häufig .com, .net oder .org.
  • Dringlichkeitstaktiken: Gefälschte Countdown-Timer („Nur noch 2 Stück zu diesem Preis!“), Pop-ups oder der Druck, innerhalb weniger Minuten zu kaufen, sind klassische Betrugstechniken.
  • Keine Firmenangaben: Seriöse Anbieter veröffentlichen vollständige Geschäftsinformationen inklusive Steuernummer, Adresse und Kontaktdaten. Betrügerische Webseiten hingegen verstecken sich hinter einem Kontaktformular ohne jegliche Informationen.
  • Zusätzliche „Servicegebühren“: Unerklärte Bearbeitungsgebühren, Versandkosten oder „Expressversand“ für digitale Produkte sind ein deutliches Warnsignal. E-Vignetten werden sofort ausgestellt – es fallen keine Versandgebühren an.

Offizielle Websites der Mautbetreiber

Kaufen Sie immer direkt bei den offiziellen Anbietern:

  • Österreich: asfinag.at
  • Tschechien: edalnice.cz
  • Slowakei: eznamka.sk
  • Ungarn: nemzetiutdij.hu
  • Slowenien: evinjeta.dars.si
  • Schweiz: via.admin.ch
  • Rumänien: erovinieta.ro
  • Bulgarien: bgtoll.bg

Was tun, wenn Sie betrogen wurden?

Wenn Sie vermuten, auf einer gefälschten Website gekauft zu haben: Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank oder Ihren Kartenaussteller und beantragen Sie eine Rückbuchung. Melden Sie die Website dem zuständigen nationalen Mautbetreiber – dieser arbeitet aktiv mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um gefälschte Domains zu entfernen. Falls Sie bereits unterwegs sind, kaufen Sie vor der Autobahnauffahrt eine gültige Vignette bei der offiziellen Verkaufsstelle. Eine doppelte Zahlung ist zwar ärgerlich, aber ein Bußgeld für das Fahren ohne gültige Vignette ist deutlich teurer.

Wie Suchmaschinen sich zur Wehr setzen

Google hat in mehreren europäischen Ländern strengere Prüfverfahren für mautbezogene Werbung eingeführt und verlangt von Werbetreibenden den Nachweis ihrer Autorisierung als Wiederverkäufer. Betrüger passen sich jedoch ständig an – sie nutzen neue Domains, Verschleierungstechniken und verlagern ihre Anzeigen auf soziale Medien. Der beste Schutz bleibt Ihre eigene Wachsamkeit: Geben Sie die offizielle URL immer direkt in Ihren Browser ein, anstatt auf Suchanzeigen zu klicken.

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